Mittwoch, 9. März 2016

The End

Meine Güte was gingen diese acht Wochen jetzt schnell um! 
Erst freut man sich so doll auf das große Abenteuer, Wochen und Monate lang, dann ist es endlich so weit, und man hat acht lange Wochen vor der Brust. Denkt man jedenfalls. Zwei Monate weg von zu Hause, und den Lieben daheim. Doch dann erlebt man so viel schönes, das die Zeit wie im Fluge vorbei geht. Unglaublich wie schnell das alles doch jetzt vorbei gegangen ist! Wir drei sind uns einig, das dass erlebte noch lange Zeit braucht um realisiert und verarbeitet zu werden. Zu viel haben wir gesehen, von Traumstränden 
hin zur Alpinen Bergwelt,

von wunderschönen Flüssen und Seen bis hin zu dichtem Urwald,




von geschwungenen grünen Hügeln bis hin zu kargen Wüsten,



von einer Menge wundervoller kennengelernter Menschen bis hin zur zauberhaften Tier und Pflanzenwelt.





Dies könnte man jetzt noch lange fortführen. Es war einfach unbeschreiblich, was wir alles in den acht  Wochen Neuseeland erlebt haben. Mit dem erlebten könnten wir locker ein ganzes halbes Jahr, oder länger füllen. Heimweh hatten wir aber nie, da Neuseeland ja ein sehr europäisch geprägtes Land mitten im Pazifik ist. Vom Gefühl her, kam man sich gar nicht so weit weg vor. Aber es ist nun mal am anderen Ende der Welt! Unglaublich!!  
Nun sitzen wir im Flieger und lassen alles erlebte ein wenig Revue passieren. Naja, der eine besser der andere schlechter. Hi Hi Hi Hi!! Denn ich werde von einer ganzen Horde Fans nahezu gestalkt! Tja da fragt ihr euch jetzt bestimmt was das zu bedeuten hat oder? Ganz einfach. Ich bin wohl nicht wissend ein Supermegastar im asiatischen Raum! Es waren ungelogen Hunderte von Japanern, die stehen blieben oder ein Foto mit mir wollten, die vor Entzückung fast den Verstand verloren haben. Also jetzt weiß ich wie sich ein Superstars aus Film und Fernsehen fühlen müssen. Teilweise versammelten sich am Flughafen in Singapur Gruppen mit 20-30 Leuten um mich herum. Ich blieb natürlich coll und winkte meinen Fans zu, und warf Handküsse in die Menge was sie förmlich ausflippen lies. Aber ich hatte ja auch immer Mama und Papa an meiner Seite, die als Bodyguards fungierten. Vielleicht sollte ich echt mal über eine Werbe Karriere im Asiatischen Raum nachdenken!? 
Aber jetzt denke ich erst mal über die wunderschöne Zeit mit Mama und Papa in Neuseeland nach. Ach was bin ich doch ein glückliches Baby! Die Zeit mit Mama und Papa war unendlich schön und hat ausnahmslos uns allen wirklich viel Spaß gemacht. So eine Reise erlebt man so ja auch nur einmal, und wird uns allen wohl in ewiger Erinnerung bleiben. Wann habe ich denn meine beiden Lieblingsmenschen  schon mal acht Wochen so nah um mich herum. Das wird nie wieder so werden, deshalb haben wir die Zeit ja auch so sehr, und in vollen Zügen genossen! Wir waren zusammen im Paradies! Für mich war das auch eine Zeit des Lernens. Ich habe viel schöne Sachen gelernt, in der Zeit mit Mama und Papa in Neuseeland. 
Als wir noch in Christchurch waren, genauer in dem wunderschönen riesigen Park vor unserer Haustür, standen wir mitten in der prallen heißen Mittagssonne. Dort hielt Papa kurz inne und sagte zu uns, fühlt jetzt mal die warmen Sonnenstrahlen auf eurer Haut! Wie die Wärme der Sonne uns umschmeichelt und unseren Körper wärmt. Wie wohlig warm sich die Sonne im Gesicht anfühlt. Dazu noch der Geruch des Parks. Dann speichert mal kurz diesen Moment und erinnert euch an diesen wenn wir wieder daheim im kalten verschneiten Winter in Deutschland sind. 


Der erste Flug ging recht schnell um. Ich habe ein wenig geschlafen und gespielt. In Singapur angekommen wurde ich dann doch ein bissl müde, aber Mama und Papa haben mich so doll abgelenkt, das ich dann doch nicht mehr so müde war. Im Butterfly-Garden waren wir und ich habe mit Papa auf dem Spielplatz gespielt, wenn ich nicht gerade wieder von Fans umlagert wurde.


Dann haben wir noch hier und dort was getrunken und gegessen. Papa hat jedenfalls so viel gegessen, als hätte er in Neuseeland nichts zu essen bekommen. Er verputzte riesige Pizzen und Burger. Unglaublich!! Mama und ich haben nur verdutzt zu geschaut.


Naja. Dann ging es endlich in das riesige Flugzeug den A380. Ein doppelstöckiger Flieger, mit dem wir auf dem Hinweg schon geflogen sind. An Bord waren diesmal eine Menge Babys, die mit Ihren Eltern auch gerade Ihre Elternzeit beendeten. Wir saßen oder lagen im Basinett alle in einer Reihe. Ich habe fast die ganze Zeit, immerhin knapp 12 Stunden, in Mamas Arm geschlafen. Mama hat das wohl auch sehr genossen. Das haben Mama und Papa schon geschickt gemacht (von wegen Jetlagkurierung). Jedenfalls wurde ich um 4:30 Uhr deutscher Zeit geweckt um noch was zu Frühstücken. Dann war auch dieser, unserer letzter Flug, schon vorbei.

Zu Mamas und Papas Verwunderung auch schon einen Tag eher als gedacht. Zeitumstellung, Datumsgrenze etc. sei gedankt! Mmmmhhhhh da hätten sie mich mal fragen können, ich hätte ihnen das schon noch mal erklärt. Hi Hi Hi!
In Frankfurt angekommen schlug uns Väterchen Frost erbarmungslos entgegen! Puuuhhhh wir haben schon ganz vergessen wie sich solch Kälte anfühlt! Brrrrrrrr!! Also schnell noch ein paar warme Sachen angezogen und schon ging es zum Hotel unseren Elichi (Auto) abholen. 

Auf dem Rückweg sind wir dann durch ein mächtiges Schneetreiben noch nach Papas bestem Freund Martin in Limburg vorbei gefahren. War ja auch so gut wie auf dem weg. Knapp zwei Stunden später sind wir dann nach Hause.


Mensch was habe ich mich gefreut endlich doch wieder zu Hause zu sein! Die Großeltern kamen dann auch noch kurz vorbei um uns im kalten Deutschland wieder zu Hause zu begrüßen. Doch schön hier zu Haus! Wenn es nur nicht so kalt wäre! Ungefähr 30 C° Temperatur unterschied müssen auch erstmal weggesteckt werden. 


So und nun möchte ich mich bei allen ganz ganz Herzlich bedanken die immer fleißig meinen Blog gelesen haben und somit auch ein Teil unseres Abenteuers waren. DANKE!!! 
Es war mir eine große freude und Ehre euch an meinen bzw unserem Abenteuer teil haben zu lassen. 
Irgendwie wird mir das ganz schön fehlen euch nicht mehr zu schreiben. Aber jede Reise geht ja nun mal irgendwann zu ende. 



Mit ganz ganz herzlichen Grüßen an alle Leser (und Asiatischen Fans)

eure Lucy


P.S. Ich soll euch von Mama und Papa sagen, wer hier auf dem Blog Rechtschreibfehler findet, darf diese gern behalten! Hi Hi Hi!!!   

Sonntag, 6. März 2016

Christchurch

Da waren wir nun, in Christchurch, unserer letzten Station in Neuseeland. Mr. Chaos haben wir ja gestern schon, mit einem Tränchen im Auge abgegeben. Nun waren wir Heimatlos.
Bisher war unser Zuhause ja Mr.Chaos, doch nun war er ja weg. Schon ein komisches Gefühl. Fast so wie gestrandet, fühlte sich das an. Aber woher will ich eigentlich  wissen wie sich ein Gestrandeter fühlt? Mmmhhh fühlte sich jedenfalls komisch an. 
Angekommen im Dorsey Backpackers House bezogen wir erstmal unser Doppelzimmer.
Ein großes Bett, und ein dazu gestelltes Kinderbett für mich. Alles sauber und ordentlich hier. Ein wirklich tolles Haus für die letzten beiden Tage! 
Mama und Papa sind mit mir ganz schön viel in Christchurch rum gelaufen.
Wir haben dadurch sehr viel gesehen und erlebt! Christchurch ist eine von der Natur gebeutelte Stadt! Ende 2010 und Anfang 2011 gab es hier mächtige Erdbeben, die große Teile der Stadt dem Erdboden gleich machten und diese unbewohnbar machten. Viele Gebäude stürzten ein und das kostete 185 Menschen das Leben.


Eine wirklich traurige Geschichte, gerade wenn man hier durch die Straßen geht und so viele kaputte und unbewohnte, bzw, gesperrte Häuser sieht.

 



Unglaublich wenn man es selbst nicht gesehen hat. Eine sehr bedrückende Atmosphäre ist das wenn man durch diese Straßen wandelt. An der halb eingestürzten Kathedrale ging es vorbei Richtung Südstadt. 



Plötzlich stürzte ein Fahrradfahrer auf der Straße so schwer, das Mama und Papa erstmal Erste Hilfe leisten mussten. Naja eher Papa, da Mama auf mich aufgepasst hat!  Gut war nur, das der Mann einen Helm auf dem Kopf hatte, sonst wäre ihm bestimmt noch schlimmeres passiert. Papa machte dem Mann einen Verband über die Platzwunde und Mama redete ihm gut zu. Ein netter Maori Mann hat den Notarzt gerufen und blieb noch bis zum Eintreffen der Ambulanz bei ihm. Erschreckend war nur, das keiner der Autofahrer einen Verbandskasten im Auto hatte! Dieses ist hier keine Pflicht, gut zu wissen das das in Deutschland echt anders ist! 
Wir sind nach dem Schreck weiter gegangen, um im ReStart Center was zu essen für uns zu finden.  


Das ReStart Center, besteht aus ganz vielen aneinander gereihten Containern mit improvisierten Läden drinnen.
Das sind alles Shops die ihre Läden durch das Erdbeben verloren haben. Aber wie man sieht sind die Leute kämpferisch, und geben nicht auf. Das ist echt super! Verschiedene Läden, Imbiss Buden und Shops gibt es dort. Bunt gemischt eben.
Man sah und hörte wirklich viel, Straßenmusiker, Künstler und die hier überall gegenwärtige Street Art (Straßen Kunst).
Echt toll hier! 

Der Botanische Garten ist gleich bei uns am Hostel, dieser ist wirklich reich an vielfältigen Bäumen, Sträuchern, Blumen und eben vielen vielen Pflanzen.



Ob wir das nicht die letzte Zeit genug gesehen hätten,  aber für meinen Papa ist das ja voll was!
War aber auch echt super interessant, eben ein Park wie er im Buche steht. 
Im Quake Center (dem Erdbeben Center) sahen wir vieles über das verhängnisvolle Erdbeben 2011.
Unglaublich was unsere Mutter Erde für eine Kraft hat. Viele denken doch wirklich wir Menschen wären soooo erhaben über alles, doch bei solchen Naturgewalten ist man klein, Wehr,- und Schutzlos! Man ist der Natur auf Gedeih und Verderb ausgesetzt! Schon wirklich sehr bedrückend, wenn man das ganze Ausmaß der Zerstörung sieht. 
Wir waren am letzten Tag unseres Abenteuers hier in Neuseeland knapp 9 Stunden zu Fuß durch Christchurch unterwegs und haben wirklich viel gesehen.
Wir sahen eine große aber doch zum größten Teil noch kaputte Stadt,  aber auf ihre Art auch wieder schön, und auch mehr als Wert diese wieder in voller Pracht aufzubauen. Dann ist uns noch was lustiges passiert!  
Mama sah aus der Ferne einen sehr blonden Mann mit Sonnenbrille und Familie auf uns zu kommen. Sie sagte, das könnte Guido Cantz sein!? Papa sagte, das ist der auf jeden Fall. Beim vorbei gehen sprach Mama den Mann an, da er deutsch sprach, und dieser nahm die Brille ab und sagte sofort, jaaaaa klar, können wir ein Foto machen. Wie Foto machen?? 
Mama und Papa schauten sich verdutzt an, dann sagten sie, das sie gar kein Foto mit ihm haben wollten, und ich ja auch nicht! Dann guckte der Mann ein bisschen verdutzt weil wir kein Foto machen wollten! Das passiert ihm wohl auch nicht oft.
Mama wünschte ihm und seiner Familie noch einen schönen Urlaub, dann drehten wir uns um, ließen ihn stehen, und gingen weiter. Mmmhhh komische Begegnung! Aber er war es sagte Mama....
Abends gingen wir an unserem letzten Tag noch schön essen. Ich hatte riesig Spaß, da wir live Musik in unserem Lokal lauschen durften! Hihi da konnte ich richtig viel klatschen.
Papa lud Mama dann noch zu einem Glas Blubberbrause ein, um noch anzustoßen auf die tolle Zeit! Echt super schön unser letzter Abend hier in Neuseeland.
Morgen geht es in den Flieger das wird bestimmt auch noch mal richtig spannend. 
Bis dann, bis zum letzten Bericht unseres Abenteuers am anderen Ende der Welt. 
Eure Lucy

Donnerstag, 3. März 2016

Die Tage mit Mr. Chaos sind gezählt

Von Kaikoura ging es, ja recht spät wegen Papas Seelöwenschwimmen, Richtung Süden. Da wir ja erst am späten Nachmittag losgekommen sind, haben wir es nur bis vor die Tore von Christchurch geschafft. Wir übernachteten deshalb in einem schönen Park direkt an einem Fluss. Ich habe wirklich gut geschlafen, und bin auch dort wieder aufgewacht wo ich eingeschlafen bin. Hört sich jetzt komisch an, oder!?

 

Tja Mama und Papa hatten nämlich nicht so eine relaxte Nacht wie ich. Denn um kurz vor null Uhr als wir alle schon im Bett lagen (so wurde es mir am nächsten Tag erzählt) kam die Crime Watch Patrol!! Uhhhhhh!!! Eine unfreundliche und resolute Dame klopfte laut an den Camper. Papa war da schon fix angezogen und ging mutig nach draußen. Ich habe nix davon mitbekommen. Jedenfalls hat Papa denen gesagt das sie nicht so laut sein sollen, da hier ein Baby (Ich) schläft! 
Wir mussten dann echt noch zu dieser frühen Stunde weg fahren!! Obwohl es dort kein ausdrückliches Verbot gab das man dort nicht stehen darf. Naja, die CWP (Crime Watch Patrol) warteten so lange bis Papa den Camper Richtung Ausgang steuerte. Die emsigen Sicherheitsleute machten dann ein großes Tor hinter uns zu. Dann stellten wir uns einfach vor die Einfahrt des Parkes. Denn dort darf man wohl stehen. Egal, jedenfalls kamen dann so gegen kurz vor 6 Uhr viele LKW an uns vorbeigefahren da wir am Eingang eines Container Unternehmens standen.

 

Auch das habe ich nicht mitbekommen. Um 5 Uhr schlossen die Sicherheitsfutzis das Tor wieder auf. Papa fuhr dann Mr. Chaos wieder in den Park auf den Parkplatz, den wir am Abend zuvor ja auch hatten. Keine erholsame Nacht also für Mama und Papa! Aber ich habe gut geschlafen und habe von dem ganzen umgeparkte nix mitbekommen.


Nach einem guten Frühstück, sind wir dann Richtung Aoraka, südlich von Christchurch gefahren. Mama und Papa hatten auf der Fahrt dorthin Tränen in den Augen, da ihnen jetzt schmerzlich bewusst wurde, das die Zeit hier in Neuseeland begrenzt und bald vorbei ist. 


Es kommen ja jetzt auch unsere beiden letzten Nächte im Camper. Irgendwie haben wir alle unseren Mr. Chaos ja echt ganz dolle ins Herz geschlossen! Jeden Tag wo anders! Jeden Tag eine neue Naturschönheit vor der Schiebetür! Jeder Tag war anders, jeder Tag war wunderschön, jeden Tag mit meinen Lieblingsmenschen Mama und Papa um mich herum, alles war anders, jeden Tag...aber unser zu Hause war immer unser Camper, Mr. Chaos! Man blickt zurück und sieht so viele Erlebnisse, Erfahrungen , Landschaften und wunderschöne familiäre Momente........

 

das ist einfach schwer zu beschreiben und einfach nur das beste was einem kleinen Baby wie mir passieren kann. Es war eine ganz ganz intensive Zeit mit Mama und Papa! Wir sind hier am anderen Ende der Welt so richtig zusammen gewachsen. Hatten immer Spaß und viel Freude zusammen. Und waren halt immer beieinander, eben so wie man es sich als kleiner Wurm wünscht!


An der Oaraki Bay angekommen war unser vorletzter Stellplatz ein wunderschöner Platz unter vielen schönen Kiefern. Diese Bäume liebt Papa besonders. Der Strand war nur einen Steinwurf entfernt, und entpuppte sich als eine wunderschöne Bucht. Ein herrliches Stück Erde, wie so viele Orte an denen wir verweilten.


Mama und Papa räumten schon ein wenig im Camper, für die Übergabe am Freitag, auf. Dann bekamen Wir noch Besuch von zwei Babys!
 

Die eine Familie haben wir schon mal an der Cable Bay getroffen, mit den anderen sitzen wir am Sonntag im Flugzeug nach Hause. Was für ein Zufall!

 

Dann ging es für mich schon wieder ins Bett, brrr war das kalt hier! So dick eingemuckelt hat Mama mich aber noch nie! Kann ich ja schonmal für zuhause üben, da herrscht ja noch Winter! 
Bis dann eure Lucy